Das Weinanbaugebiet Kremstal in Niederösterreich

Das achte, 1993 gesetzlich definierte Weinbaugebiet des Bundeslandes Niederösterreich ist mit einer Rebfläche von ca. 2.176 Hektar und etwa 1.397 Weinbaubetrieben die Region Kremstal. Westlich von Wien gelegen, mit einer gemäßigten Klimazone, die an Burgund erinnert und durch das tief eingeschnittene Tal der Donau begünstigt wird, einem guten Boden, welcher aus Urgestein und fruchtbarem Löss besteht, gedeihen hier der „Grüne Veltliner, „Riesling und „Roter Veltliner“.

Das Zentrum dieses Weinbaugebietes ist Krems, die wohl zu den ältesten Weinstädten in Österreich gezählt werden darf. Seit 1875 ist die Stadt Standort einer Weinbauschule und veranstaltet die Landesweinmessen in Niederösterreichisch. Göttweig, Senftenberg, Gedersdorf, sowie Rohrendorf und Furth sind bekannte Weinorte in dieser Region.

Es ist altes Weinbauland, denn bereits um das Jahr 973 wird im Kremstal urkundlich Weinbau durch die Weingärten des Bistum Passau belegt und ab dem 10. Jahrhundert begannen Salzburger- und bayerische Bischhöfe, Weingärten zu kultivieren. Über 40 Klöster bekamen bis ins 16. Jahrhundert in der Region um Krems Rebflächen als Stiftung zugesprochen.
In der 1000-jährigen Geschichte des Kremstaler Weines, muss der Weinbau-Pionier
Laurenz Moser, der von 1905 bis 1978 in Rohrendorf bei Krems lebte, unbedingt erwähnt werden. Er ist nämlich der Erfinder der Erziehungsform „Hochkultur“ bei Weinstöcken, die er ab 1929 in seinen Weinbergen einführte.

Der vierte österreichische DAC-Wein wurde im Herbst 2007 im Kremstal eingeführt.
DAC ist die Abkürzung für „Districtus Austriae Controllatus“, bezeichnet die Herkunftskontrolle von Qualitätsweinen und wurde für zwei zugelassene Rebsorten, nämlich Veltliner und Riesling, deklariert. Nun darf und muss der Veltliner als „Kremstal DAC Grüner Veltliner“, verkauft werden. Er besticht in seiner fruchtbetonten Charakteristik durch frischen Trinkfluss und ist für seine Würze, dem bekannten und berühmten „Pfefferl“, beliebt. Der Riesling wird als „Kremstal DAC Riesling“ angeboten und ist durch seine duftige, steinobstaromatische Note begehrt. Dabei gilt es nun für die Winzer, zwei Qualitätsstufen zu beachten. Die klassische Stufe ist trocken und hat einen schwankenden Alkoholgehalt von 12.0 bis 12,5 %, darf keine Botrytis- oder Holznote herausschmecken lassen. Bei ebenfalls trockenen Weinen ab 13 % Alkohol und der Zusatzbezeichnung „Reserve“ können Botrytis- und Holznoten zugelassen werden.

Das Weinbaugebiet im Kremstal ist eine national und international anerkannte Weinbauregion und wird durch die Einführung von DAC noch besser auf dem Markt positioniert und erhält eine zusätzliche Identität für ausgezeichnete Weine, der man vertrauen kann.

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