Die Weinrebe

Die Weinrebe gehört zu den ältesten und anpassungsfähigsten Obstpflanzen der Erde. Schon lange bevor der Mensch auf die Idee, Wein daraus herzustellen, breitete sich das Klettergewächs über nahezu den ganzen Globus aus. Heute gibt es kaum eine Region ohne Weinanbau mit der dazugehörigen Kultivierung und Veredelung der Reben.

Aufgabe und Ziel des Winzers ist es, Jahr für Jahr durch die richtige Pflege der Reben einen ausreichenden und qualitativ hochwertigen Ertrag zu erzielen. Ohne fachgerechten Schnitt ist das nicht möglich, weil sich sonst Triebe und Trauben mit ihrem Bedarf an Licht, Luft und Nährstoffen gegenseitig behindern.

Unbeschnitten neigt die Weinrebe dazu, wuchernd in die Länge zu wachsen und immer dünnere Triebe auszubilden, die auch zunehmend kleinere Trauben tragen. Ist dagegen der Austrieb neuer Knospen zu gering, kann die Pflanze ihre Wachstumsfähigkeit nicht ausreichend entwickeln. Eine zu üppige Blattdichte wiederum verändert nachteilig de Bedingungen der Photosynthese. Während des Rebschnitts muss der Winzer deshalb für eine optimale Balance zwischen der Anzahl von Trauben, der Laubdichte sowie dem Neuaustrieb von Knospen sorgen.

Keine andere Obstpflanze kann soviel Zucker sammeln wie die Weinrebe. Gerade diese Qualität macht sie aber auch anfällig für Krankheiten und Schädlinge. Speziell durch Pilzbefall hervorgerufene Krankheiten können den Ertrag beträchtlich schmälern und die Struktur der Pflanze schädigen. Bevor es geeignete Methoden zum Schutz der Pflanzen gab, vernichtete der sogenannte Echte Mehltau ganze Ernten. Ähnlich verheerend wirkte die Ende des 19. Jahrhundert aus den USA eingeschleppte Reblaus.

Heute werden zwar weitgehend pilzresistente Rebsorten angebaut, die aus der Kreuzung von amerikanischem und europäischem Erbgut entstanden sind, aber ganz ohne Pflanzenschutzmittel kommt selbst der integrierte ökologische Anbau kaum aus. Neben Pilzkrankheiten, für die europäische Sorten empfänglicher sind als amerikanische, setzt den Weinreben häufig der Grauschimmel zu. Bereits bei der Rebenvermehrung kann er die Verbindungsstelle der Propfpartner und den jungen Austrieb zerstören. Bei den Schadtieren spielen die verschiedenen Gattungen des Traubenwicklers eine besondere Rolle. Je optimaler der Bekämpfungstermin ermittelt werden kann, desto weniger Produkte müssen eingesetzt werden. Im komplexen Zusammenspiel verschiedener Verfahren geht im integrierten Rebschutz die Förderung eines möglichst hohen Ertrages mit der Gesunderhaltung der Reben Hand in Hand.

Suchfunktion

Benutzerdefinierte Suche

Werbeplatz

Hier könnte ein Werbebanner oder ähnliches sein.

"));