Der Weinberg

Ein Weinberg, auch Rebberg oder Wingert genannt, verlangt vom Winzer von Februar bis September/Oktober Bearbeitung, bei der Hersellung von Eiswein sogar bis zum ersten Frost.

Weinberge in Hanglage sind terrassenförmig mit Trockenmauern aus Granit oder Sandstein angelegt. Das schützt den Boden vor Erosion, die Bearbeitung wird erleichtert. Die Weinstöcke sind von Wind und Regen abgeschirmt. Auch die abstrahlende Wärme der Mauern hat eine gewisse Wirkung auf den Ertrag an Trauben: Sie erreichen ein höheres Mostgewicht. Im nachhaltigen und ökologischen Weinbau ist der Terrassenbau noch gängiges Prinzip bei der Anlage eines Weinberges. Nach dem Alten Testament ist übrigens Noah (Noach) der erste Ackerbauer und Winzer.

Das Weinjahr beginnt im Februar mit dem Rebschnitt. Altes Holz wird weggeschnitten und von den jungen Trieben (Schosse) lässt der Winzer zwei stehen. Defekte Drahtgestelle und Pfähle zum Rebenstützen werden repariert oder ausgewechselt, die Schosse am Haltedraht angebunden. Sie treiben dann weiter aus, aber nur sechs weiter entwickelte Triebe bleiben stehen, alle überzähligen werden ausgebrochen. Um den Johannistag (24. Juni) herum beginnt der zweite Austrieb. Der Wein trägt Blüten, die von Bienen und Insekten bestäubt werden müssen. Überlange Triebe müssen gekürzt werden, um ein Verwildern oder Abbrechen zu verhindern. Die Weinstöcke werden ausgegeizt (ausgelichtet) und überflüssige Laubblätter ausgebrochen. So kommt mehr Licht und Luft an den Stock und die sich entwickelnden Trauben wachsen besser. Die Nährstoffe gehen in die Weinbeeren und nicht in die Blätter. Im Sommer wird hohes Gras mit der Sense zwischen den Rebstöcken gemäht. Sonst wird der Rasenmäher eingesetzt.

Der Wein ist anfällig für Schädlinge wie den Echten und den Falschen Mehltau (Pilz) und den Traubenspinner (Heuwurm). Pflanzenschutzmittel kommen zum Einsatz: der Wein wird besprüht. Einige Mittel sind inzwischen verboten worden, weil sie mit für das Bienensterben verantwortlich gemacht werden.
Im ökologischen Weinbau werden Pestizide, Herbizide und Insektizide nicht verwendet. Dafür setzt man auf Rebsorten, die von Natur aus resistent gegen Schädlinge sind.

Ende Sommer / Anfang Herbst reifen die Trauben. Ihr Zuckergehalt wird mit einem Refraktometer festgestellt. Mit diesem Messgerät wird der Zuckergehalt in Form des Mostgewichts und der Alkoholgehalt der Trauben ermittelt. Im September beginnt die Lese. Dafür brauchen die Winzer viele Helfer , denn die Trauben müssen in Kisten gelesen und vom Weinberg geschafft werden, auf LKW oder Fuhrwerke geladen und von Sammelstellen in die Keltereien und Mostereien gebracht werden.

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