Das Weinanbaugebiet Südoststeiermark

In Österreich werden sei jeher gute Weine angebaut, die weit über die Grenzen der Alpenrepublik bekannt sind.

Das zweitkleinste Weinanbaugebiet ist die Südoststeiermark. Der Weinanbau hat hier eine lange Tradition. Schon im Jahre 400 vor Christus wurden hier die ersten Trauben angebaut. Im Mittelalter waren Weinanbau und Weinherstellung allein den Klöstern und Stiften vorbehalten und das Stift Klosterneuburg bearbeitete im Jahre 1114 das erste Weingut in Österreich. Erst im 18. Jahrhundert erließ Kaiser Joseph II ein Edikt, das es allen Bürgern erlaubte, Wein anzubauen und auch unter eigenem Namen zu verkaufen. Heute ist das Stift Klosterneuburg ein Weinanbaubetrieb mit 108 Hektar Rebfläche. Die Augustiner Chorherren gründeten 1870 eine Weinanbauschule, in der noch heute angehende Winzer ausgebildet werden.

Die Weine der Südoststeiermark profitieren von einem guten Klima und der einzigartigen Beschaffenheit des Bodens.

Das Klima ist ein Übergangsklima zwischen heiß-trocken und feucht-warmen Mittelmeerklima, dazu kommen schwere Lehmböden und verwittertes Vulkangestein, eine optimale Mischung für fruchtbetonte Weißweine.
Es sind vorallem Trauben für Weißweine, die in der Südoststeiermark angebaut werden. Welschriesling, Weißburgunder, Sauvignon Blanc, Chardonnay ( der hier unter dem Namen Morillon bekannt ist) und Traminer sind die bekanntesten Weine dieser Region. Zu den wenigen Rotweinen gehören der Zweigelt und der Schilcher, der schon vor 300 Jahren aus der blauen Wildbacher Traube gekeltert wird. Der "Steirische Junker", ein sehr trockener, junger Weißwein, ist mit dem "Heurigen" zu vergleichen, denn auch er kommt bereits im Jahr der Ernte auf den Markt.

Zu den bekanntesten Weinanbaugebieten in der Südoststeiermark gehören St. Anna am Aigen, Tierschen, Weiz und St. Peter. Aber auch in 650 m über dem Meeresspiegel gedeihen die Trauben, wie am Ringkogel bei Hartberg.
Die Weine aus der Südoststeiermark sind sehr unterschiedlich, aber sie haben alle etwas gemeinsam: Sie sind sehr fruchtig und je nach Lage, auch sehr würzig.
Die Anbaufläche ist mit 1200 Hektar nicht sehr groß, aber in insgesamt 2200 Betrieben wird hier ein sehr guter und bekömmlicher Wein gekeltert.

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