Die richtige Weinverkostung (Grundlagen)

Die richtige Weinverkostung ist keine Wissenschaft, sondern die angewandte Praxis von Weinexperten. Eine Weinverkostung (oft einfach nur Weinprobe genannt) ist die sensorische Prüfung und Beurteilung von Wein hinsichtlich Qualität und Geschmack. Während die Praxis der Weinverkostung so alt wie die Produktion von Wein ist, hat sich inzwischen eine formalisierte Methode für die richtige Weinverkostung etabliert. Moderne, professionelle Verkoster von Wein (wie Sommeliers oder Experten-Käufer für den Handel) verwenden eine sich ständig entwickelnde formalen Terminologie, um das Spektrum des wahrgenommenen Geschmacks, des Aromas und der allgemeinen Merkmale eines Weines zu bestimmen und zu beschreiben. Informellere Verkostungen können eine ähnliche Terminologie verwenden, liefern aber häufig nur Urteile im Sinne einer allgemeinen, persönlichen Wertschätzung.

Die Blind-Verkostung als Weg, subjektive Präferenzen bei der richtigen Weinverkostung auszuschalten

Um zu gewährleisten, dass eine unparteiische Beurteilung eines Weines möglich wird, sollten Etiketten und Flaschen-Formen vor den Verkostern abgedeckt werden. Blind-Verkostung kann sogar gelegentlich mit schwarzen Gläsern arbeiten, aber dabei fällt das relevante Kriterium der Farbe und der Farbintensität unter den Tisch. Die wissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass die Macht der Suggestion von Namen und Preisen die Wahrnehmung stark beeinflusst.

Die Reihenfolge der richtigen Weinverkostung beim Vorgehen der Experten

Die klassische Vorgehensweise gliedert Eindrücke der Weinverkostung in folgenden Schritten:

• Auge: Hier werden sowohl die Klarheit, die Farbe und die Reinheit des jeweiligen Weins geprüft.
• Nase: Hier wird der Geruchseindruck des Weines wahrgenommen. Dies kann unterstützt werden durch das Schwenken des Weinglases.
• Zunge: Nun folgt die zentrale geschmackliche Prüfung durch die Mund- und Gaumenrezeptoren.
• Als letzter Schritt wird der Abgang oder Nachhall geschmacklich erfasst: Hier geht es um den nachdauernde Eindruck, wenn Wein nicht mehr im Mund bleibt. Experten schlucken den Wein aber nicht herunter, da dies ihre Ausgangsbasis für die weitere Weinverkostung verschlechtern würde.

Bei professionellen Weinproben können auch Punkte nach einen vorgebenden Punktesystem auf jeder Stufe verwendet werden. Bekannt sind zum Beispiel die Parker-Punkte nach dem Weinkritiker Robert Parker.

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