Erkennen von Weinfehlern

Bei der Bezeichnung Weinfehler werden grundsätzlich drei große Gruppen der Beeinträchtigung der Weinqualität zusammengefasst. Geschmackliche Beeinträchtigungen, Geruchsbeeinträchtigungen oder unerwünschte optische Veränderungen des Weines werden als Weinfehler bezeichnet. Schon bei der Weinproduktion können durch unerwünschte Beeinflussung der Gärung Weinfehler auftauchen.

Ein großer Anspruch nach der Weinherstellung ist in der Folge nach der Produktion an die Lagerung von Wein gestellt, um diese Weinfehler zu unterbinden. Hier kann durch Oxidation eine starke Beeinträchtigung des Weingeschmacks die Folge einer falschen Lagerung sein, die dann einen unangenehmen Nachgeschmack beim Weinverkosten mit sich bringt.

Auch bei der Auswahl des Korkens oder einem Materialfehler dieses Korkens kann der Wein den Geschmack des Verschlusses annehmen oder aber auch Mikroorganismen Zugang zum Wein ermöglichen. Die Folge ist dann nicht mehr nur ein Weinfehler, sondern eine Weinkrankheit. Der Wein kann in diesem Falle getrübt sein oder aber durch Stoffwechselproduktion der Mikroorganismen einen sehr eigenen Geruch oder Geschmack annehmen. Die Geschmacksrichtung des Weines kann essigähnlich werden oder aber auch einen solchen Geruch annehmen. Hintergrund ist die Vergärung des Zuckers zu Ethanol. Finden sich im Wein nun unerwünschte Mikroorganismen, so wird die Gärung fortgesetzt und der unerwünschte Essiggeruch und -geschmack die Folge.

Oftmals werden die Mikroorganismen bereits durch falsche Lese in den Wein eingebracht, denn nur einwandfrei Trauben ohne Fäulniserscheinung können nach Wunsch des Winzers gären. Bereits wenige fäulnisbefallene Früchte oder sehr anfällige Trauben können die Mikroorganismen in den Wein einbringen.

Werden Trauben schon vor der Lese durch Vögel oder Insekten beschädigt, so findet ein Gärungsprozess bereits an der Rebe statt. Die Traube verströmt bereits vor der Lese einen essigähnlichen Duft. Wird eine solche Traube nun zu Wein verarbeitet, so vermisst man beim fertigen Produkt die gewünschte leichte Säure.

Die Lagerung von Wein in unsauberen Fässern oder den Verschluss mit dem falschen Korken erkennt der Weintrinker in der Folge an einem muffigen oder sogar schimmeligen Weingeschmack. Je länger eine befallene Weinflasche geöffnet ist, umso stärker empfindet man dann den Schimmel- oder auch Muffgeruch.

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